Die Wanderinsel Sao Jorge.


 

São Jorge

Der heilige Georg ist der Schutzpatron der Wanderer und logischerweise für gutes Wetter zuständig. São Jorge, die zu Recht als die schönste Wanderinsel der Azoren gilt, trägt seinen Namen.

Die Wanderinsel

São Jorge ist ein lang gestreckter Bergrücken, der bis in eine Höhe von über 1.000 m aus dem Meer ragt. Vulkankegel reiht sich an Vulkankegel. Hier befinden sich die schönsten Wanderwege der Azoren mit den herrlichsten Ausblicken bis auf die Nachbarinseln Pico, Faial, Graciosa, Terceira. Obwohl diese Insel touristisch kaum erschlossen ist, gibt es ein dichtes Wegenetz mit Markierungen und ausführlichen Beschreibungen der Wege und der Sehenswürdigkeiten.

Weideparadies für Kühe

Weideparadies für Kühe
Tausende von Kühen (es soll mindestens doppelt so viele Kühe wie Bewohner auf der Insel geben) grasen auf satten, grünen Weiden bis in die höchsten Gipfel hinauf. Die salzhaltige, saubere Luft und das saftige Gras geben ihrer Milch einen besonderen Geschmack. Und der hier produzierte Käse ist weitum bekannt und zählt zu den feinsten Leckerbissen der Azoren.

Fruchtbare Küstenebenen

Fruchtbare Küstenebenen

Die Küste von São Jorge ist steil und felsig. Im Norden stürzen die Felsen bis zu 400 m fast senkrecht ins Meer. Am Fuße dieser Steilküsten liegen kleine, ins Meer sich erstreckende Landzungen. Es sind die so genannten Fajãs: 16 an der Südküste und fast doppelt so viele im Norden. Sie entstanden durch Erdrutsche bei Erdbeben oder auf Lavaflüssen nach Vulkanausbrüchen, die kochend heiß im kalten Atlantikwasser schlagartig abkühlten. Ihr Boden ist außerordentlich fruchtbar, und es kommt ausreichend Wasser von der Hochfläche, teilweise in spektakulären Wasserfällen. Die steilen Hänge schaffen ein günstiges Mikroklima, so dass dort der Anbau von Wein, sogar von tropischen Früchten wie Bananen oder Tabak und dem bekannten São Jorge Kaffee möglich ist. Auch wenn die Küstenebenen nur schwer zu erreichen sind, sie wurden bereits sehr früh und bis heute besiedelt und genutzt.
Eine Wanderung zu diesen kleinen, vom Meer umspülten Fajãs auf Zickzackwegen steil abwärts, vorbei an tosenden Wasserfällen, ist ein abenteuerliches und einmaliges Erlebnis. Berühmt ist die Fajã dos Vimes wegen ihrer handgewebten Decken und Wandteppiche und auch die Fajã dos Cubres, zu der ein einzigartiger Wanderweg durch die Fajã do Santo Christo führt, in deren Strandsee Miesmuscheln leben. Die Fajã do Santo Christo gilt als Geheimtipp unter den Surfern. Der Strand ist menschenleer, die Brandung ist mächtig. Hier rollen die schönsten Wellen ans Land. 

Fläche 246 km²<br>7 km breit, 55 km lang
Hauptstadt Velas
Bevölkerung 9.700
Zu erreichen Flugzeug (Terceira)<br>Fähre (Terceira, Pico, Graciosa)

Konzeption & Webdesign COMEO Werbeagentur