São Miguel

Zwei Inseln werden eine

Bereits vor 3 bis 4 Millionen von Jahren entstand der Osten São Miguels. Heute liegt hier ein eindrucksvolles Bergland und der höchste Berg, der 1.103 m hohe Pico da Vara. Im Westen heute findet man hier die wohl schönste Landschaft der Insel: die Caldeira das Sete Citades, umgeben von einem malerischen Hochland mit idyllischen Kraterseen.

Ribeira, Vila Franca do Campo

 

Erst vor 50.000 Jahren entstand zwischen beiden Massiven eine Landbrücke und machte aus zwei Inseln eine. Heute reihen sich dort über 60 Vulkankegel aneinander, die nicht älter als 5.000 Jahre sind. Diese Region ist relativ eben und daher recht dicht besiedelt. Zur letzten großen Eruption kam es 1652. Damals entstand der Pico do Fogo bei Lagoa.

 

Mit den Boot zu den Badebuchten von Sao Roque nach Lagoa

Hauptattraktion im Osten ist der Ort Furnas und die Lagoa de Furnas. Hier gibt es zahlreiche Thermalquellen, und nirgendwo sonst wird der vulkanische Ursprung der Insel deutlicher. Man riecht die überall austretenden Schwefeldämpfe und hört das Erdinnere kochen oder, wie die Einheimischen sagen, den Teufel schnarchen. São Miguel ist die größte, die bevölkerungsreichste, die touristisch entwickelteste, die landschaftlich vielfältigste Insel der Azoren. Die große Vielfalt auf kleinem Raum, die zahlreichen Spuren der spannenden Geschichte sowie die bequemen Angebote eines modernen Lebens beeindrucken und sind eine Reise wert.

 

Ponta Delgada

Die Hauptstadt der Insel São Miguel und Sitz der Regionalregierung der Azoren. Sie ist die einzige wirkliche Stadt des Archipels, mit allen Einrichtungen, die man in einer Stadt erwartet, dennoch überschaubar, erlaufbar, ohne Hektik.

Uferpromenade, Portas da Cidade, Hafen

Ein Altstadtbummel führt durch kleine Gässchen mit Mosaiken aus Kalkstein und Basalt, vorbei an Cafés und Restaurants, an Palästen und kleinen azorischen Häusern, an Parks und Gärten, an Kirchen und Museen. Nur zwei der zahlreichen Kirchen sollen hier erwähnt werden: Die im Zentrum gelegene Igreja Matriz de São Sebastiano, die einfach Matriz genannt wird, mit der einzigen Kirchturmuhr der Stadt oder die Igreja de São José aus dem 16. Jahrhundert, deren Chor mit wertvollen Azulejos geschmückt ist.

Ein Besuch des Museu Carlos Machada lohnt sich. Es informiert über Geschichte und Kultur des Archipels und befindet sich im 1567 gegründeten Kloster des Heiligen Andreas. Beeindruckend sind die vielfältigen Spuren der azorischen Vergangenheit, denen man in Ponta Delgada begegnen kann. Ponta Delganda ist allerdings auch eine moderne Stadt. Nur drei Kilometer entfernt liegt im Westen der internationale Flughafen, das Haupteingangstor und die Drehscheibe für alle Azorenbesucher. 

Erlebenswert ist auch der riesige neue Hafen, Portas do Mar, welcher der Stadt ein modernes Image verleiht. Hier legen Kreuzfahrtschiffe und Segeljachten, Frachter und Fischerboote an, hier warten kleine Geschäfte, Cafés, Restaurants und Bars auf Besucher. In der Nähe des Hafens liegen die Ausflugsboote, die täglich zur Wal- und Delfinbeobachtung in See stechen. Hier gibt es ein großes modernes Freibad mit einem Meereswasserbecken. Und am Westende des Hafens befindet sich das beeindruckende Forte de São Braz, 1553 zum Schutz der Bewohner São Miguels vor den häufigen Überfällen der Piraten errichtet.

 

Fläche 747 km²
16 km breit, 66 km lang, größte Insel
Hauptstadt Ponta Delgada
Bevölkerung 132.000
Zu erreichen Flugzeug (Frankfurt, Düsseldorf/Nürnberg, Lissabon, Porto, Faro, Santa Maria, Terceira, São Jorge, Pico, Faial, Flores)
Fähre (Terceira, Santa Maria)