24 Walarten geben sich die Ehre


 

Wale und Delfine

Wale und Delfine

Azoren, das sind schroffe Vulkaninseln mit steilen Felsküsten, die einige hundert Meter zum Meer und weitere 3.000 m zum Boden des Meeres abfallen, mit Buchten und verborgenen Höhlen. Der Golfstrom bringt Plankton und anderes Nahrhaftes. Zahllose Meeresbewohner führen hier ein sattes, ruhiges, gutes Leben. Dazu zählen auch die Wale und die zu ihrer Familie gehörenden Delfine. Pico und Faial sind die Hauptzentren für das Wal- und Delfinbeobachten. Auf beiden Inseln gibt es offiziell zugelassene Unternehmen, die den vorgeschriebenen Verhaltenskodex einhalten. Natürlich gibt es vergleichbare Unternehmen auch auf allen anderen Inseln.


24 Walarten
Es gibt 81 bekannte Walarten in den Gewässern der Erde, die in Barten- und Zahnwale unterschieden werden. Wale ziehen wie Nomaden durch die Weltmeere. Vor dem Azorenarchipel scheinen sie sich zu versammeln. 24 Walarten wurden bis heute vor den Küsten der Azoren gesichtet, und es wird vermutet, dass es noch mehr gibt.

Einige sind Saisongäste während der Sommermonate, andere lassen es sich hier permanent gut gehen. Sie fressen sich satt, tauchen nach Leibeskräften und bieten Forschern eine einmalige Gelegenheit, die vielen großen Rätsel, die die Wale umgeben, ein wenig zu lüften. Meeresbiologen sind heute die einzigen, die auf Wale schießen dürfen -mit Luftdruckgewehren - und das ausschließlich aus wissenschaftlichen Gründen. Sie versehen sie mit Sendern, um mehr über ihre Lebensgewohnheiten und Wanderwege durch die Weltmeere zu erfahren.

 

Wale der Azoren:

Bartenwale Furchenwale, Seiwale, Finnwale, Buckelwale, Blauwale, Bryde’s Wale
Zahnwale Pottwale, Zwergpottwale, Kleinstpottwale, Gemeiner Delfin, Atlantischer Fleckendelfin, Blau-Weißer Delfin, Großer Tümmler, Schwertwal (Orca), kleiner Schwertwal, Rundkopfdelfin, Rauhzahndelfin, Kurzflossengrindwal und 6 verschiedene Schnabelwale
Wale und Delfine auf den Azoren

Mit Delfinen schwimmen
Nicht nur die großen Mitglieder der Gattung Wale sind hier zu finden. Auch die verspielten, gewandten, intelligenten, freundlichen Delfine sind hier in Schulen oft von mehreren hundert Tieren unterwegs.  Es sind die Gemeinen Delfine, Fleckendelfine, Streifendelfine, Großen Tümmler - auch Flaschennasendelfine genannt - und bei viel Glück auch Rundkopfdelfine, die nahe an den Küsten herumtollen. Zuverlässig tauchen sie auf, wenn immer die Boote aufs Meer hinausfahren. Es bereitet großes Vergnügen, diese gescheiten und geschickten Tiere zu beobachten, wie sie frei und unbeschwert näher an das Boot heranschwimmen, aus dem Wasser springen, elegante Bögen durch die Luft ziehen und wieder abtauchen. Man ist beglückt, wenn man sie auf ihren weißen Bäuchen munter die Meereswogen hinabsurfen oder die Bugwellen des Bootes als Sprungschanzen nutzen sieht.
Nun will man diese Tiere nicht nur vom Boot aus beobachten. Sie erscheinen so zutraulich, so feinsinnig, dass man es ihnen gleichtun will: Man will mit ihnen schwimmen. Begegnungen mit Flipper und seinen Verwandten bergen magische Momente, denen ein Zauber innewohnt. Doch nicht immer ist es ratsam, zu ihnen ins Wasser zu steigen, schließlich sind sie keine dressierten Aquarium-Delfine, sondern Wildtiere – unberechenbar. Erfahrene Bootsführer wissen Bescheid, suchen geeignete Delfinschulen und geben Hinweise, Anweisungen und Ratschläge, wie man sich im Wasser zu verhalten hat, und wie man respektvoll mit den Meeressäugern umgeht. Fast immer sind sie freundlich, und niemals haben sie in erkennbarer Absicht einen Schwimmer oder Taucher verletzt.


Walbeobachtung

Walbeobachtung

In der Tat zeigt sich alles Meeresgetier den Menschen gegenüber eher gleichgültig, ängstlich, mit Fluchttendenz. Das gilt auch für die Wale. Um mit Walen zu schwimmen, bedarf es auf den Azoren einer Sondergenehmigung. Nicht zum Schutz der Menschen, sondern zum Schutz der Wale. Von Booten kann man sie allerdings das ganze Jahr über beobachten, wenn das Wetter und der Wellengang des Meeres es erlauben. Es gibt kaum einen besseren Ort, um Walen so nahe zu sein, als vor den Inseln der Azoren. Kaum ein Walbeobachtungsboot kehrt zurück, ohne auf dreistündigen oder ganztägigen Ausfahrten gleich mehrere Arten gesichtet zu haben. Die beste Zeit für Walbeobachtungen sind die Monate Mai bis Oktober, wenn sich neben den Stammwalen zusätzliche Sommergäste vor den Inseln aufhalten, wenn der Wellengang nicht zu hoch und das Meer nicht zu stürmisch ist.
Nach einer gründlichen Unterweisung und ausführlichen Informationen sticht man in See. Von Walausgucken an Land, von denen bereits in alten Walfangzeiten Ausschau nach den Riesensäugern gehalten wurde, dirigiren erfahrene Walbeobachter die Boote gezielt zu den Plätzen. Wale und Delfine dürfen keinen dauerhaften Belästigungen durch die Menschen ausgesetzt werden. Und so gilt es, Vorschriften und Regeln zu beachten. Die Boote haben z.B. einen Mindestabstand von 50 Metern zu den Tieren einzuhalten, nur drei Boote bleiben eine befristete Zeit in der Nähe der gleichen Wale, Tiere dürfen nicht gefüttert oder gestreichelt werden. Das alles, damit sie sich ungestört fühlen und sich zu ihrer und unserer Freude zahlreich vor den Azoren tummeln.

Wale und Delfine auf den Azoren


Grüße aus Atlantis
Es gehört zu den beeindruckendsten Erlebnissen eines Azorenaufenthaltes, neben sich einen Meeresriesen aufsteigen zu sehen. Die Azorer behaupten ja, dass die Wale, wenn sie aus den Tiefen des Atlantiks auftauchen, die Grüße der Bewohner des sagenhaften Atlantis bringen. Es glauben viele, dass der sagenhafte Inselstaat dort versunken ist, wo heute die Azoren liegen, und dass die Inseln der Azoren die Reste des ehemals glorreichen und mächtigen Reiches sind.

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